# Automatisierung statt Aktenberg: E-Rechnungen weiter auf dem Vormarsch

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- Veröffentlicht: 2023-06-12T09:25:11+02:00
- Autor: Thomas Stuppy

Bitkom, Pressemitteilung vom 12.06.2023

 * Erstmals setzt über die Hälfte der Unternehmen standardisierte E-Rechnungsformate
   für digitale Rechnungserstellungen ein
 * Unter großen Unternehmen nutzen bereits 96 Prozent E-Rechnungen
 * Nur noch 8 Prozent erstellen Rechnungen ausschließlich in Papierform

Wie war die gewünschte Liefermenge? Zu welchem Preis und auf welche Kostenstelle
buche ich die Rechnung? E-Rechnungen liefern hier nicht nur schnell, sondern auch
automatisiert Antworten, ohne sich durch dicke Aktenstapel zu wühlen und Angaben
händisch in Buchungssysteme zu übertragen. Konkret wird von einer E-Rechnung gesprochen,
wenn die Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format erstellt, versendet
sowie empfangen wird, und somit eine automatische Verarbeitung erlaubt. Mit 59 Prozent
nutzt nun erstmals über die Hälfte der Unternehmen, die Rechnungen in digitaler 
Form stellen, solche E-Rechnungsstandards wie EDI, ZUGFeRD oder XRechnung. Unter
großen Unternehmen ab 500 Beschäftigten sind es sogar 96 Prozent, unter mittleren
mit 100 bis 499 Beschäftigten 82 Prozent, unter kleineren von 20 bis 99 Beschäftigten
allerdings erst 52 Prozent. Insgesamt setzt sich damit der deutliche Trend hin zu
E-Rechnungen fort: Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 45 Prozent, 2020 bei nur 30
Prozent und 2018 sogar erst bei 19 Prozent. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen
Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die mehr als 500 Unternehmen in
Deutschland ab 20 Beschäftigen befragt wurden.

„Die automatisierte Übernahme von Informationen aus E-Rechnungen in bestehende digitale
Abrechnungssysteme reduziert den Zeitaufwand, die Fehleranfälligkeit und Kosten.
E-Rechnungen sind deshalb ein wichtiger Baustein, um bestehende digitale Büroprozesse
zu optimieren und gerade die Buchhaltung von Routineaufgaben zu entlasten“, sagt
Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom. „Im Vergleich
zur Rechnungsstellung auf Papier lassen sich E-Rechnungen zudem sowohl sicherer 
als auch ressourcenschonender zustellen und archivieren. Gerade im Zuge der Digitalisierung
der Arbeitswelt und des Homeoffice sollte sich jedes Unternehmen deshalb damit auseinandersetzen,
wie E-Rechnungsformate eingebunden werden können.“

Dabei ist digitale Rechnung aber nicht gleich digitale Rechnung: Neben strukturierten
E-Rechnungen greifen Unternehmen auch auf digitale Rechnungen in unstrukturierten
Formaten wie Standard PDFs zurück. 63 Prozent der Unternehmen, die Rechnungen in
digitaler Form stellen, setzen dafür auch Standard PDFs ein. Insgesamt hat die Rechnung
auf Papier zunehmend ausgedient: Lediglich 8 Prozent der Unternehmen erstellen Rechnungen
noch ausschließlich in Papierform, vor fünf Jahren waren es noch 14 Prozent. Dem
gegenüber erstellt jedes vierte Unternehmen (73 Prozent) mittlerweile sogar mindestens
die Hälfte seiner Rechnungen in digitaler Form, also entweder im E-Rechnungsformat
oder als Standard PDF. 2018 waren es erst 53 Prozent.

_Quelle: Bitkom_
