# Bürokratieabbau: Vorschläge aus den Verbänden liegen vor

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- Veröffentlicht: 2023-04-13T09:16:10+02:00
- Autor: Thomas Stuppy

BMJ, Pressemitteilung vom 14.04.2023

Der Koordinator der Bundesregierung für Bessere Rechtsetzung und Bürokratieabbau,
Herr Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz (BMJ) Benjamin
Strasser, hatte im Januar 2023 Spitzenverbände aus der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft
eingeladen, an einer Verbändeabfrage zum Bürokratieabbau teilzunehmen. Insgesamt
haben 57 Verbände im Rahmen einer Online-Befragung 442 Vorschläge eingereicht. Die
eingereichten Vorschläge wurden vom Statistischen Bundesamt quantitativ und qualitativ
nach dem möglichen Entlastungspotential kategorisiert und in eine Rangfolge geordnet.
Sie sind heute an die Ressorts zur weiteren Prüfung übermittelt worden.

Der Koordinator der Bundesregierung für Bessere Rechtsetzung und Bürokratieabbau
und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz Benjamin Strasser
erklärt:

> „Ich freue mich über die 442 konkreten Vorschläge zum Bürokratieabbau, die uns
> aus allen Teilen der Gesellschaft erreicht haben. Das zeigt: Die Verbändeabfrage
> war ein voller Erfolg. Vor Ort gibt es viele Ideen, wie wir unseren Staat handlungsfähiger
> und bürgerfreundlicher machen können. Deshalb ist unser Anspruch als Staatssekretärsausschuss,
> Bürokratieabbau so zu gestalten, dass er auch vor Ort spürbar ist. Die eingereichten
> und vom Statistischen Bundesamt ausgewerteten Vorschläge werden wir bereits Anfang
> Mai in einer Staatssekretärsausschuss-Sitzung inhaltlich diskutieren, um noch 
> in diesem Jahr einen Referentenentwurf für ein neues Bürokratieentlastungsgesetz
> vorzulegen.“

Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz
Michael Kellner erklärt:

> „Für uns ist klar: eine schnellere Energiewende geht nur mit weniger Bürokratie
> und einfacheren, verbraucher- und unternehmensfreundlichen Regeln. Daher haben
> wir das Regelwerk für erneuerbare Energien bereits in den letzten Monaten gründlich
> überprüft und da wo möglich auch entrümpelt: weniger Meldepflichten und kürzere
> Fristen u.a. bei der Genehmigung von Solar- und Windanlagen, einfachere Netzanschlüsse
> für Wärmepumpen und Balkonkraftwerke oder verlässlichere Prüfverfahren in den 
> Behörden sind nur einige Beispiele. Aber das ist nur der Anfang, und es betrifft
> nicht nur den Energiebereich. In manchen Themenfeldern ist eine regelrechte Doppel-
> und Überregulierung entstanden, nicht zuletzt auch durch den Einfluss von Interessenverbänden.
> Insofern sind weitere konkrete, praktische Vorschläge mehr als willkommen. Die
> Regierung steht nun im Wort, jetzt müssen schnell Tat folgen.“

Die Verbändeabfrage ist ein Projekt des Staatssekretär-Ausschusses „Bessere Rechtsetzung
und Bürokratieabbau“, in dem alle Ministerien der Bundesregierung und das Bundeskanzleramt
vertreten sind. Koordiniert wird der Ausschuss von dem Parlamentarischen Staatssekretär
beim BMJ Benjamin Strasser. Stellvertreter ist der Parlamentarische Staatssekretär
beim BMWK Michael Kellner. Mit der Umfrage soll das bestehende Entlastungspotential
aus Sicht der Verbände erfasst werden. Die Befragung erfolgte über ein Online-Tool,
das vom Statistischen Bundesamt zur Verfügung gestellt wurde. Neben der Benennung
von unnötiger Bürokratie sollten die Verbände auch selbst Vorschläge unterbreiten,
wie Regelungen vereinfacht werden können, die im Verantwortungsbereich der Bundesregierung
liegen.

Die Ergebnisse der Umfrage werden nun durch die Ministerien geprüft. Im Ausschuss
der Staatssekretäre wird anschließend das weitere koordinierte Vorgehen innerhalb
der Bundesregierung vereinbart.

Die Vorschläge aus der Verbändeabfrage finden Sie [hier](https://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/Fachinformationen/Verbaendeabfrage_Buerokratieabbau_Ergebnisdokumentation_Einzelvorschlaege.html?nn=6705022).

_Quelle: BMJ_
