# BFH-Urteile VIII R 9/19 und VIII R 15/20 vom 1. Juli 2021: Keine Anwendung der Urteilsgrundsätze auf Abspaltungen i. S. d. § 15 UmwStG

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- Veröffentlicht: 2022-05-20T08:29:28+02:00
- Autor: Thomas Stuppy

BMF, Schreiben IV C 2 – S-1978-b / 20 / 10005 :004 vom 19.05.2022

Der VIII. Senat des Bundesfinanzhofs hat mit Urteilen vom 1. Juli 2021 (VIII R 9/
19 und VIII R 15/20) entschieden, dass der Begriff der Abspaltung in § 20 Absatz
4a Satz 7 EStG typusorientiert auszulegen ist und in Drittstaatenfällen keine partielle
Gesamtrechtsnachfolge („kraft Gesetzes“) voraussetzt, sofern der ausländische Staat
eine solche nicht vorsieht und die Vermögensübertragung einerseits und die Zuteilung
der Anteile am übernehmenden Rechtsträger andererseits in einem einheitlichen zeitlichen
und sachlichen Zusammenhang stehen.

Diese Urteilsgrundsätze sind auf Abspaltungen i. S. d. § 15 UmwStG nicht anzuwenden.
Insoweit gelten weiterhin die für die Vergleichbarkeit maßgeblichen Kriterien der
Randnr. 01.36 des BMF-Schreibens vom 11. November 2011, BStBl I S. 1314.

Dieses Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I veröffentlicht.

_Quelle: BMF_

[Quelle](https://www.datev-magazin.de/nachrichten-steuern-recht/steuern/bfh-urteile-viii-r-9-19-und-viii-r-15-20-vom-1-juli-2021-keine-anwendung-der-urteilsgrundsaetze-auf-abspaltungen-i-s-d-%C2%A7-15-umwstg-78671)
