# Definition von Anlagegold – Leitlinie der 117. Sitzung des Mehrwertsteuerausschusses – Arbeitsunterlage Nr.

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- Published: 2023-06-14T10:31:41+02:00
- Author: Thomas Stuppy

BMF, Schreiben (koordinierter Ländererlass) III C 3 – S-7423 / 20 / 10001 :001 vom
08.06.2023

Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterung mit den obersten Finanzbehörden
der Länder gilt Folgendes:

## I. Leitlinie zur 117. Sitzung des Mehrwertsteuerausschusses – „Sonderregelung für Anlagegold – Definition von Anlagegold“

**1** In der Leitlinie zur 117. Sitzung des Mehrwertsteuerausschusses – „Sonderregelung
für Anlagegold – Definition von Anlagegold“ ist der Mehrwertsteuerausschuss der 
Auffassung, dass Gold in runder, ovaler oder unregelmäßiger Form, sofern es vom 
Goldmarkt akzeptiert wird, und einen Feingehalt von mindestens 995 Tausendsteln 
aufweist, als „Anlagegold“ im Sinne von Artikel 344 der MwStSystRL gilt, obwohl 
es keine Barren- oder Plättchenform hat.

## II. Änderung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses

**2** Im Umsatzsteuer-Anwendungserlass vom 1. Oktober 2010, BStBl I S. 846, der 
zuletzt durch das BMF-Schreiben vom 22. Mai 2023 – III C 2 – S 7107/19/10002 :004(
2023/0487685), BStBl I Seite xxx, geändert worden ist, werden in Abschnitt 25c.1
Abs. 2 die Sätze 1 und 2 wie folgt gefasst:

„^(1)Goldbarren und -plättchen bestehen aus Feingold von mindestens 995 Tausendsteln
mit eingestanzter oder geprägter Angabe des Herstellers, des Feingoldgehalts und
des Gewichts; auf das Herstellungsverfahren **und auf die Form des Goldes, sofern
es vom Goldmarkt akzeptiert wird,** kommt es nicht an. ^(2)Die Barren **und Plättchen**
können **zum Beispiel** mit bildlichen Darstellungen geprägt sein.“

## Anwendungsregelung

**3** Die Grundsätze dieses Schreibens sind in allen offenen Fällen anzuwenden.

## Schlussbestimmung

Dieses Schreiben wird im Bundessteuerblatt Teil I veröffentlicht.

_Quelle: Bundesministerium der Finanzen_
