# Deutsche Industrie und Großhandel können Bezugsquellen für Güter aus Russland und der Ukraine nur schwer ersetzen

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- Published: 2022-05-03T07:09:31+02:00
- Author: Thomas Stuppy

ifo Institut, Pressemitteilung vom 03.05.2022

Deutsche Unternehmen können Importe aus Russland, der Ukraine oder Belarus nur schwer
ersetzen. Das geht aus einer ifo Umfrage hervor. Nur 13,8 Prozent der Industriefirmen
mit Lieferproblemen aus diesen Ländern könnten ihre Bezugsquellen kurzfristig komplett
ersetzen. Für 43,4 Prozent ist dies nur teilweise möglich. Weitere 16,3 Prozent 
antworteten, andere Bezugsquellen seien wirtschaftlich nicht sinnvoll und 13,8 Prozent
erklärten, dies sei gar nicht möglich.

„Der Wechsel von Bezugsquellen bereitet vielen Unternehmen Kopfzerbrechen“, sagt
ifo-Forscher Klaus Wohlrabe. „Jahrelang erprobte Lieferketten und Produktionsprozesse
lassen sich oft kurzfristig nicht umorganisieren“ ergänzt er.

Im Großhandel erklärten sogar nur 7,4 Prozent, es sei vollständig möglich, kurzfristig
neue Importquellen zu finden, 42,0 Prozent sagten, das sei teilweise möglich. Wirtschaftlich
nicht sinnvoll ist dies für 16,0 Prozent, gar nicht möglich für 17,3 Prozent (“Weiß
nicht“ kreuzten 12,7 Prozent in der Industrie an und 17,3 Prozent im Großhandel).
Viele Unternehmen sind auch indirekt betroffen, weil ihre eigenen Zulieferer Importe
aus Russland beziehen. „Es besteht zudem oft eine Unsicherheit, ob und wie stark
Unternehmen möglicherweise durch die Sanktionen betroffen sind“, sagt Wohlrabe.

_Quelle: ifo Institut_

[Quelle](https://www.datev-magazin.de/nachrichten-steuern-recht/wirtschaft/deutsche-industrie-und-grosshandel-koennen-bezugsquellen-fuer-gueter-aus-russland-und-der-ukraine-nur-schwer-ersetzen-77721)
