# DStV positioniert sich zur Modernisierung der Betriebsprüfung

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- Veröffentlicht: 2021-06-01T07:30:36+02:00
- Autor: Thomas Stuppy

DStV, Mitteilung vom 31.05.2021

Der DStV diskutierte im Webtalk mit Vertretern des Deutschen Bundestags, des BMF
und der Wirtschaft über den Status Quo und dringenden Reformbedarf bei der steuerlichen
Außenprüfung.

Wie steht es um die steuerliche Betriebsprüfung? Welche Reformüberlegungen gibt 
es? Diesen Fragen ging der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) in seiner
Reihe „Digital Deep Dive“ unter dem Titel „Tax Certainty – Cooperative Compliance–
Außenprüfung“ auf die Spur. Benjamin Koller (Referent Steuern und Finanzpolitik,
BDI) moderierte den gelungenen Webtalk und diskutierte mit Vertretern des Bundestags,
des BMF, der Wirtschaft und dem Deutschen Steuerberaterverband e.V. (DStV), der 
durch RAin/StBin Sylvia Mein (DStV-Geschäftsführerin) vertreten war.

## Status quo: Verbesserungswürdig

Die Berichte aus der Praxis von MdB StB Sebastian Brehm (CDU/CSU-Fraktion) sowie
Syndikus-StB Knut Christians (Director Corporate Tax, Wieland-Werke AG), verdeutlichten:
Der Wunsch nach frühzeitiger Rechtssicherheit ist hoch. Je zeitnäher eine Betriebsprüfung
abgeschlossen werden kann, desto besser.

Mein unterstrich dieses Ansinnen. Eine zeitlich erst spät durchgeführte Prüfung 
habe schließlich auch rein praktische Probleme. Zu denken sei hier etwa an Anteilseigner-
oder schlicht Abteilungsleiterwechsel, die eine zügige, strukturierte Aufarbeitung
bei lang zurückliegenden Sachverhalten erschweren. Hinzu würden für Steuerpflichtige
unliebsame Zinsbelastungen kommen. Der [Bericht des Bundesministeriums der Finanzen aus Oktober 2020](https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/2020/10/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-4-steuerliche-betriebspruefung-2019-pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=5)
zeige, dass 16,7 % der erzielten Mehrergebnisse bei Betriebsprüfungen 2019 aus Zinsen
resultierten. Durch die sich über die Jahre ständig im Wandel befindliche Rechtsprechung
und Verwaltungsanweisungen entstehe eine die Unternehmen und deren steuerliche Berater
belastende Rechtsunsicherheit.

Neben der langen Dauer stand auch die zum Teil umständliche Kommunikation mit den
Finanzbehörden im Fokus der Kritik. Brehm monierte die vielfach schwierige elektronische
Kommunikation mit den Finanzbehörden und war ganz auf einer Linie mit Mein. Auch
sie bemängelte digitale Ausstattungsdefizite bei der Finanzverwaltung. So müssten
etwa durch die in vielen Fällen gewählte Z3-Zugrifssmethode die Daten auf einer 
DVD oder CD nach wie vor per Post an die Finanzverwaltung geschickt werden. Auch
der Kontakt zum Prüfer während der Prüfung gelinge nur über Umwege – etwa über ein
zentrales E-Mail-Postfach der Finanzverwaltung. Dies verzögere den Ablauf. Die von
Bund und Ländern geplante, datenschutzsichere Container-Lösung wäre hier eine immense
Erleichterung und müsse zügig eingeführt werden.

_Quelle: Deutscher Steuerberaterverband e. V._

[Quelle](https://www.datev-magazin.de/nachrichten-steuern-recht/steuern/dstv-positioniert-sich-zur-modernisierung-der-betriebspruefung-53947)
