# Existenzgründungen 2021 wieder auf Vor-Corona-Niveau

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- Veröffentlicht: 2022-04-13T05:25:55+02:00
- Autor: Thomas Stuppy

KfW, Pressemitteilung vom 11.04.2022

 * Zahl der Existenzgründungen steigt um 13 % auf 607.000
 * Mehr Voll- und Nebenerwerbsgründungen
 * Anteil der Chancengründungen steigt auf 82 %

Die Gründungstätigkeit in Deutschland ist 2021 wieder gestiegen und hat den Rückgang
des ersten Coronajahres wettgemacht, wie eine Vorabauswertung des KfW-Gründungsmonitors
zeigt. Mit 607.000 Existenzgründungen haben sich ca. 70.000 Personen mehr selbstständig
gemacht als 2020. Das entspricht einem Plus von 13 %. Zunahmen gab es dabei sowohl
bei den Vollerwerbs- (+35.000 bzw. 18 % auf 236.000) als auch bei den Nebenerwerbsgründungen(
+35.000 bzw. 10 % auf 371.000). Die Gründungsquote ist auf 119 Gründungen je 10.000
Menschen im Alter von 18-64 Jahren gestiegen (2020: 104).

„Die Corona-Pandemie hatte 2020 massive Auswirkungen auf die Gründungstätigkeit 
in Deutschland. Es wurden sowohl deutlich weniger Gründungen realisiert als auch
viel seltener Gründungen geplant. Weil allerdings viele ihre Pläne coronabedingt
nur auf Eis gelegt hatten und im vergangenen Jahr dann doch umgesetzt haben, konnte
das Gründungsgeschehen 2021 den Corona-Knick hinter sich lassen. 607.000 Menschen
haben den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt – etwa so viele wie 2019, vor Pandemieausbruch“,
sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW.

Seit Ausbruch der Krise werden Gründungen in besonders starkem Maße von Personen
mit ausgeprägtem Vertrauen in ihr Gründungsprojekt realisiert. Das belegt der hohe
Anteil sog. Chancengründungen, bei denen also eine Geschäftsgelegenheit wahrgenommen
wurde. Dieser legte 2021 gegenüber dem Vorjahr um zwei weitere Prozentpunkte auf
82% zu. Der Anteil von Notgründungen, also aus Mangel an besseren Erwerbsalternativen,
bleibt dagegen sehr gering und liegt mit 15 % auf einem Tiefpunkt. Die starke Inanspruchnahme
von Kurzarbeit dürfte dazu beigetragen haben, dass nicht mehr Menschen aus der Not
heraus eine selbstständige Tätigkeit aufnahmen.

Eine schlechte Nachricht für den von Nachfolgesorgen geplagten Mittelstand ist, 
dass der weit überwiegende Anteil der Gründer sich mit einem neuen Unternehmen selbstständig
macht und Gründungen durch eine Unternehmensübernahme nur eine geringe Rolle spielen:
Neugründungen kommen 2021 auf den Rekordwert von 85 %. Der Anteil von Sologründungen
stieg mit 81 %, knapp über den langjährigen Durchschnitt.

Der neue KfW-Gründungsmonitor erscheint voraussichtlich im Juni 2022. Die aktuelle
Vorabauswertung ist abrufbar unter [www.kfw.de/kompakt](https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Volkswirtschaft-Kompakt/).

_Quelle: KfW_

[Quelle](https://www.datev-magazin.de/nachrichten-steuern-recht/wirtschaft/existenzgruendungen-2021-wieder-auf-vor-corona-niveau-76800)
