# Gemeinsamer Aktionsplan „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ unterstützt Gründerinnen und Unternehmerinnen

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- Veröffentlicht: 2023-05-23T07:12:48+02:00
- Autor: Thomas Stuppy

BMWK, Pressemitteilung vom 23.05.2023

Die Bundesregierung setzt sich für bessere Förderbedingungen für junge Gründerinnen
und Unternehmerinnen im Mittelstand ein. Dazu stellen mehrere Bundesministerien 
den gemeinsamen Aktionsplan „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ vor, der
aus der BMWK-Initiative „Frauen in Mittelstand, Handwerk, Gründungen und Start-
ups“ heraus entwickelt wurde.

Der Aktionsplan ist das Ergebnis einer partnerschaftlichen und intensiven Zusammenarbeit
von fünf Bundesministerien (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, 
Bundesministerium für Frauen, Senioren, Familie und Jugend, Bundesministerium für
Bildung und Forschung, Bundesministerium für Gesundheit und der Integrationsbeauftragen
der Bundesregierung) und 27 Stakeholdern von Verbänden, Netzwerken und wissenschaftlichen
Institutionen. Gemeinsam haben sie über 40 Maßnahmen in dem Aktionsplan gebündelt,
um mehr Frauen zu motivieren, unternehmerisch tätig zu werden. Ziel ist es zudem,
die Leistungen von Frauen in Mittelstand, Handwerk, Gründungen und Start-ups stärker
sichtbar zu machen, und positive Änderungen für die Berufs- und Lebensperspektiven
von Frauen herbeizuführen.

> „Gründerinnen und Unternehmerinnen sind unverzichtbar für einen vitalen und 
> erfolgreichen deutschen Mittelstand. Mit mehr selbstständigen Frauen in Mittelstand,
> Handwerk, Gründungen und Start-ups könnte zusätzliches Wachstum geschaffen und
> ein wesentlicher Beitrag für die grüne und die digitale Transformation geleistet
> werden. Der Aktionsplan ist zugleich eine Anregung und ein Appell an alle Beteiligten
> und an alle Selbstständigen – Frauen und Männer – die hier genannten Maßnahmen
> mit Leben zu füllen, sie zu nutzen, weiterzuentwickeln und eigene Aktivitäten
> hinzuzufügen.“
> Zitat Mittelstandsbeauftragter und Parlamentarischer Staatssekretär Michael Kellner

> „Nach aktuellen Studien fällt es Frauenteams und gemischten Teams weiterhin schwerer
> als reinen Männerteams, Finanzierungen für ihre innovativen Geschäftsideen zu
> erhalten. Das ist schlecht für die Innovationskraft unseres Standorts. Mehr Frauen
> bei den Fonds erhöht die Chancen, dass mehr gemischte Teams und Frauenteams auch
> eine Finanzierung erhalten. Einige Maßnahmen aus dem Aktionsplan setzen genau 
> an diesem Punkt an.“
> Zitat Parlamentarische Staatssekretärin Franziska Brantner

> „Frauen achten bei der Gründung eines Unternehmens öfter als männliche Gründer
> darauf, dass ihr Geschäftskonzept nachhaltig ist. Und sie sind genauso innovativ
> wie Männer. Gleichzeitig ist der Anteil von Frauen bei Gründungen immer noch 
> niedriger als der von Männern. Gründerinnen und Unternehmerinnen stoßen dabei
> auf mehr Hürden als männliche Gründer, sei es bei der Finanzierung oder bei 
> der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit dem gemeinsamen Aktionsplan und der
> geballten Kraft aller Beteiligten wollen wir Frauen ausdrücklich ermutigen und
> dabei unterstützen, ein Start-up zu gründen, einen mittelständischen Betrieb
> zu übernehmen oder in ein Handwerk oder einen MINT-Beruf einzusteigen.“
> Zitat Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren,
> Frauen und Jugend, Ekin Deligöz

> „Mit dem MINT-Aktionsplan 2.0 fördert das Bundesbildungsministerium Zugänge zu
> guter MINT-Bildung gerade auch für Mädchen und junge Frauen. Auch deshalb bringen
> wir uns in den Aktionsplan ‚Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand‘ ein. Der
> Mittelstand braucht starke Frauen und damit auch weibliche MINT-Vorbilder. Das
> große Potenzial für mehr Synergien, neue Kooperationen und eine stärkere Vernetzung
> der MINT-Community mit dem Mittelstand wollen wir nutzen.“
> Zitat Parlamentarischer Staatsekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung
> Jens Brandenburg

Die beteiligten Bundesministerien, Verbände, Netzwerke und wissenschaftlichen Institutionen
wollen mit dem Aktionsplan

 * die Finanzierungsangebote für Gründerinnen erweitern und den Zugang zu Wagniskapital
   verbessern,
 * die Rahmenbedingungen für selbstständige Frauen verbessern und dadurch mehr 
   Frauen motivieren, ein Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen,
 * mehr Mädchen und Frauen für den Klimabereich und die Energiewende gewinnen und
   sie für Berufe im Handwerk und MINT-Bereich begeistern,
 * die Leistung von selbstständigen Frauen sichtbar machen und würdigen.

Hierfür bringen die Beteiligten jeweils eigene Maßnahmen in den Aktionsplan ein,
die sie eigenverantwortlich umsetzen und weiterentwickeln. Das Bundeswirtschaftsministerium
wird weiterhin regelmäßig den Dialog mit den Netzwerken, Verbänden, Initiativen 
und Ressorts suchen. Interessierte sind eingeladen, sich dem Aktionsplan anzuschließen
und weitere zielgerichtete Maßnahmen einzubringen.

Mit der BMWK-Initiative „Frauen in Mittelstand, Handwerk, Gründungen und Start-ups“,
die im September 2022 von Dr. Franziska Brantner und Michael Kellner gestartet wurde,
hat das Bundeswirtschaftsministerium selbstständige Frauen ganz bewusst in den Fokus
gestellt.

_Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz_
