# Kein Weg zurück: Viele Mittelständler erwarten langfristige Änderungen der Nachfrage durch Corona

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- Published: 2021-08-09T09:32:23+02:00
- Author: Thomas Stuppy

KfW, Pressemitteilung vom 09.08.2021

 * Verändertes Konsumverhalten aufgrund der Corona-Krise beschleunigt Wandel im 
   Mittelstand
 * Gewinner und Verlierer: 17 % der KMU erwarten dauerhaften Nachfrage-Rückgang,
   14 % rechnen mit steigender Nachfrage
 * Von Pandemie-bedingten Einschränkungen stark betroffene Unternehmen sind besonders
   pessimistisch

Etwa ein Drittel der kleinen und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland
erwartet, dass durch die Corona-Krise verändertes Konsumverhalten die Nachfrage 
nach ihren wichtigsten Produkten oder Dienstleistungen auch nach der Krise beeinflussen
wird. Einer Analyse von KfW Research zufolge rechnen 17 % der KMU (rund 650.000 
Unternehmen) mit einem dauerhaften Nachfrage-Rückgang. Hierzu zählen vor allem Unternehmen
aus dem Handel (20 %) und dem Verarbeitenden Gewerbe (19 %). Deutlich optimistischer
ist das Baugewerbe, in dem nur rund 9 % eine nachlassende Nachfrage erwarten.

Die Analyse zeigt, dass vor allem solche Unternehmen eher pessimistisch in die Zukunft
blicken, die aktuell besonders stark von den Einschränkungen betroffen sind. Mehr
als die Hälfte von ihnen erwartet einen dauerhaften Nachfrage-Rückgang. Bei Unternehmen,
die nur gering oder gar nicht von den Einschränkungen betroffen sind, liegt dieser
Anteil nur bei 4 %.

Allerdings sind die Erwartungen der KMU zur Post-Corona-Nachfrage nicht ausschließlich
negativ. Rund 14 % der Mittelständler erwarten, dass ihre Produkte oder Dienstleistungen
nach der Krise stärker gefragt sein werden als davor. Selbst unter den Unternehmen,
die sich durch die Corona-bedingten Einschränkung in ihrer Existenz bedroht sehen,
gehen rund 8 % von einer steigenden Nachfrage nach der Corona-Pandemie aus. Rund
vier von zehn Mittelständlern erwarten, dass sich die Nachfrage nach ihren Produkten
wieder auf dem Vorkrisenniveau einpendeln wird, ein knappes Drittel erwartet keine
Veränderungen.

Die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Fritzi Köhler-Geib, sagt zu den Befragungsergebnissen:

> „Die Corona-Krise könnte als Katalysator für Veränderungen im Mittelstand in die
> Geschichte eingehen. Für einen Teil des Mittelstands wird das pandemiebedingt 
> geänderte Konsumverhalten zu einem nachhaltigen Nachfrage-Rückgang führen. Anpassungen
> werden für die davon betroffenen Unternehmen wohl unumgänglich sein. Es gilt diesen
> teils schwierigen Transformationsprozess mit geeigneten Fördermaßnahmen und Qualifikationsangeboten
> für die Beschäftigten zu begleiten. Gelingt dies, dürfte der Mittelstand als Ganzes
> gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Dies gilt umso mehr, als das zahlreiche
> KMU von dem geänderten Konsumverhalten auch profitieren werden und künftig einer
> stärkeren Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen gegenüberstehen.“

Die Analyse von KfW Research „No way back: Viele KMU erwarten nachhaltige Folgen
der Corona-Krise für die Produktnachfrage“ steht [hier](https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Fokus-Volkswirtschaft/)
zum Download zu Verfügung.

_Quelle: KfW_

[Quelle](https://www.datev-magazin.de/nachrichten-steuern-recht/wirtschaft/kein-weg-zurueck-viele-mittelstaendler-erwarten-langfristige-aenderungen-der-nachfrage-durch-corona-60067)
