# Nach dem Pandemie-Boom: So bleiben Händler und Hersteller erfolgreich

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- Veröffentlicht: 2022-09-29T10:48:15+02:00
- Autor: Thomas Stuppy

GfK, Pressemitteilung vom 28.09.2022

Der Markt für technische Konsumgüter befindet sich nach einem Rekordhoch während
der Pandemie nun auf einem Abwärtstrend. Im neu erschienenen Report „The State of
Consumer Technology & Durables“ analysiert GfK den globalen Markt und gibt Handlungsempfehlungen
für Händler und Hersteller, um die Herausforderungen der aktuellen Krisen sowohl
kurz- als auch langfristig abfedern zu können.

Nach dem Pandemieboom der vergangenen Jahre hat der Markt für technische Konsumgüter
2022 mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Einerseits führen die anhaltenden 
Lieferkettenschwierigkeiten zu erhöhten Kosten sowie zu eingeschränkter Produktverfügbarkeit.
Andererseits steigen die Lebenskosten der Konsumenten durch die aktuelle volkswirtschaftliche
Lage drastisch. Die Folge für den deutschen Konsumgütermarkt ist nur noch ein leichtes
Umsatzwachstum von unter 2 Prozent auf 35,5 Milliarden Euro in der ersten Jahreshälfte
2022 sowie eine deutliche Abschwächung der Nachfrage.

## Wie Unternehmen ihre Marktanteile halten können

Trotzdem sollten Händler und Hersteller nun keinesfalls ihre Investitionen pausieren.
Vielmehr zeigen vergangene Krisen, dass Unternehmen, die weiterhin innovativ sind,
mit größerer Wahrscheinlichkeit ihren Marktanteil halten und sich schneller von 
der Krise erholen, als Unternehmen, die ihre Aktivitäten einstellten. Um erfolgreich
zu bleiben, sollten Händler und Hersteller ihre Strategien daher schnell an die 
Veränderungen anpassen:

Erkundung unerschlossener Märkte: Nicht alle Regionen sind gleich stark von der 
Inflation, den Lieferkettenproblemen oder der sinkenden Konsumstimmung betroffen.
Insbesondere viele Entwicklungsländer bilden hier eine Ausnahme und weisen in Bezug
auf technische Konsumgüter eine geringe Marktdurchdringung auf. So ist der Absatz
von Distributoren in Westeuropa im Vergleich zu 2021 beispielsweise lediglich um
4 Prozent gestiegen, während er in aufstrebenden lateinamerikanischen Ländern wie
Argentinien um 34 Prozent zugelegt hat. Daher könnte eine Neuausrichtung auf diese
Märkte ganz neue Wachstumschancen eröffnen.

Optimierung der Lieferketten: Um Störungen in der Lieferkette auszugleichen, sollten
Händler und Hersteller ebenso ihre Liefermodelle sowie die Abhängigkeit von einzelnen
Produktionsmärkten neu bewerten. So können sie ihre Produktions- und Vertriebskanäle
diversifizieren, um das Risiko zu streuen, oder auch Instrumente zur Optimierung
des Bestandsmanagements einsetzen. Indirekte Vertriebsmodelle, beispielsweise über
Distributoren, gewannen während der Pandemie an Zuspruch – mit nachhaltigem Effekt.
So nahm der Umsatz deutscher Distributoren 2020 im Vergleich zum Jahr 2019 um rund
8 Prozent zu. Und auch 2022 liegt der Umsatz von Januar bis August noch 9 Prozent
über den Werten vor der Pandemie.

Guten Produktmix anbieten: Die Konsumstimmung der Verbraucher ist auf einem Tiefstand.
Dennoch gibt es bei technischen Konsumgütern noch Bereiche mit Wachstumschancen.
So ist beispielsweise der Umsatz bei smarten Thermostaten zum Energiesparen in Deutschland
im ersten Halbjahr 2022 um 89 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 gestiegen.
Auch smarte LED Lampen haben im gleichen Zeitraum um 40 Prozent Umsatz zugelegt.
Händler und Hersteller sollten daher ihr Portfolio auf Produkte konzentrieren, die
einen Mehrwert bieten oder einen finanziellen Ausgleich für die Konsumenten schaffen.

## Schritt halten mit verändertem Verbraucherverhalten

Krisen wie die Pandemie oder auch die derzeitige Inflation verursachen stets Verschiebungen
beim Verbraucherverhalten, welche direkt beeinflussen was, wo und wie von den Konsumenten
gekauft wird. Angesichts dieser Volatilität werden aktuelle Markt- und Konsumentendaten
für Unternehmen unerlässlich, um ihre Zielgruppen weiterhin zu verstehen. Nicht 
nur als Folge der Pandemie müssen sie ihre Zielgruppensegmentierung anpassen, sondern
auch die steigenden Lebenshaltungskosten werden zu weiteren Veränderungen bei den
Konsumenten führen.

Weitere Informationen über die Marktsituation technischer Konsumgüter sowie Handlungsempfehlungen
für Händler und Hersteller, finden Sie im aktuellen „The State of Consumer Technology&
Durables Report“ von GfK: [https://www.gfk.com/the-state-of-consumer-technology-and-durables-report](https://www.gfk.com/the-state-of-consumer-technology-and-durables-report).

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_Quelle: GfK_

[Quelle](https://www.datev-magazin.de/nachrichten-steuern-recht/wirtschaft/starke-kaufkrafteinbussen-lassen-konsumklima-weiter-abstuerzen-2-86033)
