# Zu Jahresbeginn wieder mehr Optimismus im Mittelstand

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- Veröffentlicht: 2022-02-08T09:21:29+01:00
- Autor: Thomas Stuppy

KfW, Pressemitteilung vom 07.02.2022

 * Erwartungen ziehen das Geschäftsklima nach oben, Geschäftslage dagegen erneut
   schlechter
 * Stimmung der Großunternehmen deutlich verbessert
 * Wachstum ab Frühjahr nach einem schwachen Jahresstart

Die Hoffnung auf bessere Geschäfte im Frühjahr und Sommer zieht im Januar die Stimmung
im Mittelstand nach oben. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen
steigt um 1,8 Zähler und liegt mit -1,2 Saldenpunkten jetzt nur noch leicht unter
dem langfristigen Durchschnitt, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt.
Die Omikron-Mutation mit weniger schweren Krankheitsverläufen und der Ausblick auf
eine saisonale Abschwächung der Pandemie ab Frühling lassen die mittelständischen
Unternehmen auf ein Ende des pandemischen Zustands hoffen. Gegenüber Dezember steigen
die Geschäftserwartungen um 6,1 Zähler. Mit -5,0 sind sie jedoch immer noch unterdurchschnittlich.
Die Geschäftslage im Mittelstand hat sich indes gegenüber Dezember nochmals verschlechtert.
Sie sinkt um 3,1 Zähler auf 2,5 Saldenpunkte.

Die Stimmung im Mittelstand hellt sich zu Jahresbeginn branchenübergreifend auf,
besonders stark im Einzelhandel, wo das Geschäftsklima um deutliche +7,3 Zähler 
steigt. Doch auch im Dienstleistungssektor, zu dem pandemiebetroffene Branchen wie
das Gast- und Kulturgewerbe zählen, verbessert sich das Geschäftsklima (+3,5 Zähler).
Die kleinen und mittleren Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes verzeichnen einen
moderaten Stimmungsanstieg (+2,4 Zähler). Im Baugewerbe bleibt das Geschäftsklima
indes unverändert auf hohem Niveau.

Bei den Großunternehmen verbessert sich die Unternehmensstimmung im Januar noch 
deutlicher als im Mittelstand (+3,9 Zähler auf 4,8 Punkte). Während die Erwartungen(
+6,5 Zähler) deutlich zulegen, tun dies die Lageurteile nur geringfügig (+0,7 Zähler).
Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe und bei den Dienstleistungen ist die Stimmung
der großen Firmen derzeit wesentlich besser als im Mittelstand.

„Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt, dass viele Mittelständler zu 
Jahresbeginn zwar eine weitere Verschlechterung der Geschäftslage beklagen, aber
immerhin auch wieder deutlich optimistischer in die nahe Zukunft blicken. Es gibt
also einen Vorgeschmack auf den Frühling“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin
der KfW. „Insgesamt hat die Omikronwelle wohl etwas geringere Auswirkungen als noch
im Dezember zu befürchten war. Allerdings dürfte noch eine gewisse Belastung durch
infektionsbedingte Arbeitsausfälle entstehen. Vor allem aber steigt die Hoffnung
auf ein Ende des pandemischen Zustands im Jahresverlauf.“ Auch bei den Material-
und Lieferengpässen deuten derzeit verschiedene Indikatoren etwas Besserung an. 
Zwar ist angesichts gehäufter COVID-Ausbrüche in China in den kommenden Monaten 
mit Rückschlägen in den globalen Lieferketten zu rechnen. Voraussichtlich wird sich
die Versorgungslage in diesem Jahr aber insgesamt verbessern, sodass auch das Verarbeitende
Gewerbe wieder deutlich zum Wachstum beisteuern kann.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter: [www.kfw.de/mittelstandsbarometer](https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Indikatoren/KfW-ifo-Mittelstandsbarometer/)

_Quelle: KfW_

[Quelle](https://www.datev-magazin.de/nachrichten-steuern-recht/wirtschaft/zu-jahresbeginn-wieder-mehr-optimismus-im-mittelstand-73560)
