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Betriebliche Altersvorsorge für Ärzte: Wie Sie 2026 Ihre Versorgungslücke schließen

Als Ärztin oder Arzt zahlen Sie Pflichtbeiträge in Ihr Versorgungswerk – das ist eine solide Basis. Doch reicht das im Alter wirklich aus? Steuern, Krankenversicherungsbeiträge und Inflation reduzieren Ihre spätere Rente erheblich. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie als angestellter oder niedergelassener Arzt mit betrieblicher Altersvorsorge und weiteren Bausteinen Ihre finanzielle Zukunft absichern.

Warum das Versorgungswerk allein nicht ausreicht

Die Versorgungslücke entsteht durch mehrere Faktoren:

  • Steuern auf die Rente: Bei Renteneintritt 2026 sind 84 % Ihrer Versorgungswerksrente steuerpflichtig (§ 22 Nr. 1a EStG). Dieser Anteil steigt jährlich um 0,5 Prozentpunkte.
  • Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge: Auf die Versorgungswerksrente zahlen Sie als Rentner den vollen Beitrag – Arbeitnehmer- UND Arbeitgeberanteil.
  • Inflation: Was heute 3.000 Euro Kaufkraft hat, entspricht bei 2 % jährlicher Inflation in 30 Jahren nur noch rund 1.650 Euro.

Betriebliche Altersvorsorge: Die Zahlen für 2026

Für angestellte Ärzte gelten folgende Fördergrenzen (Basis: BBG RV 2026 = 101.400 €/Jahr):

  • Steuerfreiheit: Bis zu 8.112 Euro pro Jahr (676 Euro monatlich) = 8 % der Beitragsbemessungsgrenze (§ 3 Nr. 63 EStG)
  • Sozialversicherungsfreiheit: Bis zu 4.056 Euro pro Jahr (338 Euro monatlich) = 4 % der BBG
  • Arbeitgeberzuschuss: Ihr Arbeitgeber muss mindestens 15 % des umgewandelten Betrags zusätzlich zahlen (§ 1a Abs. 1a BetrAVG)

🔴 Neu seit Januar 2026 – BRSG II: Das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz (BGBl 2026 I Nr. 14) erweitert die Förderung für Geringverdienende und ermöglicht die Einzahlung von Kleinstanwartschaften in die gesetzliche Rentenversicherung.

Rürup-Rente: Steuervorteile für gut verdienende Ärzte

Die Zahlen für 2026:

  • Höchstbetrag: 30.826 Euro pro Jahr (ledig) bzw. 61.652 Euro (verheiratet)
  • Absetzbarkeit: 100 % seit 2023
  • Anrechnung: Ihre Beiträge zum Versorgungswerk werden auf den Höchstbetrag angerechnet
    Rechenbeispiel: Sie zahlen 20.000 Euro ins Versorgungswerk. Vom Höchstbetrag (30.826 Euro) bleiben 10.826 Euro für eine Rürup-Rente. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 % sparen Sie dadurch rund 4.547 Euro Steuern pro Jahr.

Typische Fehler vermeiden

  • Zu spät anfangen: Jedes Jahr Verzögerung kostet Zehntausende Euro durch entgangene Rendite. Starten Sie parallel zur Kreditrückzahlung.
  • Nur auf das Versorgungswerk vertrauen: Kombinieren Sie mindestens 2–3 Vorsorgebausteine.
  • Arbeitgeberzuschuss verschenken: Angestellte Ärzte, die keine Entgeltumwandlung nutzen, verschenken den 15-prozentigen Zuschuss.
  • Versorgungswerk-Beiträge bei Rürup-Berechnung vergessen: Berechnen Sie vorab, wie viel Spielraum Ihnen noch bleibt.

So unterstützt Sie die Dr. Friedbert Maier Steuerberatungsgesellschaft

Als digitale DATEV-Kanzlei mit Standorten in Saarbrücken und Mannheim sind wir auf die steuerliche Beratung von Ärzten und Heilberufen spezialisiert.

  • Steueroptimierte Altersvorsorge-Planung: Rürup, bAV und private Vorsorge individuell berechnen
  • Versorgungswerk-Beiträge korrekt als Sonderausgaben absetzen
  • Kombination von Vorsorgebausteinen: Szenarien für Ihre Einkommens- und Familiensituation
  • Nachfolgeplanung: Steueroptimale Gestaltung bei Praxisverkauf oder -übergabe
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Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle steuerliche Beratung. Stand: März 2026.

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